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Juni 2014

Liebe Freunde und Mitglieder von UnternehmensGrün, liebe Newsletter-Abonnenten,

„Wir können ohne Energiepreis-Subventionen“ heißt die Unternehmer-Erklärung, zu deren Unterzeichnung wir aufrufen. Die Deutschen unterstützen weiterhin mit großer Mehrheit die Energiewende. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach, liegt die Zustimmung "stabil bei 70 Prozent". Damit das so bleibt, muss die Bundesregierung aber auch ihre Wahlversprechen einhalten (s. Meldung 2).

Schon in der nächsten Woche soll der Bundestag die sog. EEG-Novelle beschließen. UnternehmensGrün setzt sich für eine konsequente Förderung erneuerbarer Energien über das EEG ein und kritisiert das Abwürgen der Energiewende durch die Pläne der großen Koalition. Der Verband lehnt die von der Bundesregierung geplante Deckelung beim Kapazitätsausbau der Wind- und Solarenergie ab, ebenso die Automatik eines Ausschreibungsmodells und die Belastung des Eigenverbrauchs.

Die Gemeinwohl-Ökonomie macht Furore und wir fragen, was hinter diesem Konzept steckt. Dazu sprachen wir mit Gerd Hofielen, Vorstand der GWÖ Berlin. Neben großartigen neuen Mitgliedern (z.B. BLYSS chocolate) gibt es spannende Regionaltermine zu grünen Lebensmittelmärkten und Fragen rund um die Energiewende.

Die Abschlussveranstaltungen mit Urkundenübergabe an unsere Nachhaltigkeitstrainees werfen ihre Schatten voraus. Das Ergebnis des Relaunchs unserer Homepage finden Sie hier – wir freuen uns über Lob und Verbesserungsvorschläge.

UnternehmensGrüne Grüße

Ihre Dr. Katharina Reuter
Geschäftsführerin UnternehmensGrün

Unternehmererklärung: „Wir können ohne Energiepreis-Subventionen“

Am 26./27.6.2014 erfolgt der Beschluss der EEG-Novelle im Bundestag. Die Beschlussfassung im Bundesrat ist für den 11.7.2014 vorgesehen. Die Energiewende ist ein wichtiges gesamtgesellschaftliches Projekt, deren Finanzierung bisher sehr ungerecht verteilt ist. "Wir können ohne Energiepreis-Subventionen" heißt die Unternehmer-Erklärung, zu deren Unterzeichnung wir auf Initiative des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS e.V.) gemeinsam mit "Wirtschaft pro Klima" aufrufen. Die bisher vorgesehene ungebremste Privilegierung der überwiegend großen Industrieunternehmen führt zu Wettbewerbsnachteilen für Unternehmen, die derartige Rabatte nicht erhalten.  Dies gefährdet einen fairen Wettbewerb und nachhaltiges Wirtschaften.

Die Erklärung ist online verfügbar.

Unterschreiben auch Sie die Erklärung und machen damit deutlich, dass Sie die Energiewende unterstützen, es aber nicht Aufgabe kleiner und mittelständischer Unternehmen ist, ungerechtfertigte Subventionen der Industrie zu finanzieren.

Wahlversprechen einhalten: gerechte Kostenverteilung statt übermäßige Industriesubventionen

Wir fordern im Bündnis mit Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden die Bundesregierung und den Bundestag zu Nachbesserungen bei der EEG-Novelle auf. Mit Blick auf die versprochene Reduzierung der Industrieausnahmen und eine gerechtere Verteilung der EEG-Umlage fordern wir gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS), Greenpeace, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), WWF, Deutsche Umwelthilfe (DUH), NABU, Klima-Allianz und Deutschem Mieterbund, dass die Industrie nicht weiterhin deutlich über das notwendige Maß hinaus auf Kosten der privaten und mittelständischen Stromverbraucher entlastet werden darf. Das gemeinsame Positionspapier sowie eine Pressemitteilung sind online verfügbar.

Interview Gemeinwohlökonomie: "Kein Unternehmen ist eine Insel"

Für die vielfältigen Verbindungen zwischen Unternehmen und ihren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten usw. steht die Gemeinwohl-Ökonomie mit ihrem Ansatz der Werteorientierung. In Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien und Spanien arbeiten schon 300 Unternehmen mit der entsprechenden Bilanz. Weitere Unternehmen benutzen Fragmente, um sich bei der Unternehmenssteuerung und -entwicklung Anregungen zu holen. Wir wollten wissen, was steckt hinter diesem Konzept? Gerd Hofielen, Vorstand der GWÖ Berlin, antwortet: "Die GWÖ respektiert jede Firma. Jede hat eine eigene Kultur, ist sozusagen ein Biotop. Die Frage ist, fühlen sich Mitarbeiter und Kunden in diesem Biotop wohl? Nach dieser Betrachtung stellt die GWÖ-Matrix im Vergleich mit den Best Practices fest, wie viele Punkte das individuelle Biotop erzielt. Es geht darum, sich selber zu überprüfen und zu fragen, welche Werte möchten wir in unserem Unternehmen leben." Für UnternehmensGrün-Mitglieder bietet unser Interviewpartner an, mit seiner Unterstützung gratis eine erste Bilanzierung zu erstellen ("Schnelltest").

Das vollständige Interview finden Sie auf unserer Homepage.

Kooperation mit zeo2: das politische Umweltmagazin der taz

Endlich am Kiosk zu haben! Die neue zeo2 mit dem Titel “Der Wurst-Gurke-Konflikt: Wieviel Öko-Eifer verträgt die Liebe?” und einer Auflage von 15.000 Exemplaren ist erschienen, diesmal wieder in Kooperation mit UnternehmensGrün. Auf zwölf Seiten “Neue Wirtschaft” sind u.a. zu lesen: Ecosia - Google in Grün, Leaserad: Dienstrad statt Dienstauto, ein Interview über die ökologische Verantwortung sozialer Verbände, ein Beitrag von Stephan Börnecke zu 90 Jahre demeter – und natürlich Nachrichten aus unserem Verband.

Die neue zeo2 gibt es jetzt an vielen Kiosken in Deutschland. UnternehmensGrün-Mitglieder bekommen sie frei Haus zugesendet.

Neue Mitglieder: BLYSS chocolate

BLYSS chocolate ist ein social entrepreneur Start-up, das ökologische Schokolade und Kakaoprodukte herstellt. Inhaberin Alyssa Jade McDonald-Bärtl hat 2010 ihren sicheren Job in einem großen deutschen Konzern gekündigt, um hochwertige Produkte herzustellen, die ohne Greenwashing und Zusatzstoffen auskommen. Für BLYSS Kakaoprodukte wird ausschließlich die ecuadorianische Kakaobohne Arriba Nacionale verwendet. Diese wird unter strengen ökologischen Bedingungen angepflanzt - ecuadorianische Partner und Landwirte werden am Geschäft und Gewinn beteiligt. Neben dem Kerngeschäft der nachhaltigen Produktion engagiert sich BLYSS chocolate für verschiedene soziale Anliegen. So ist das in Rosenheim ansässige Unternehmen Partner und ein Standort des Projektes Labdoo, das ausrangierte Laptops, Tablets und eBook Reader repariert und an Schulen, Kinder- und Jugendprojekte in Entwicklungsländern verteilt. Inhaberin McDonald-Bärtl über ihr Engagement bei UnternehmensGrün: "For us, the bi-lateral focus on energy as well as people is the core that hits us the most, working in an industry that is famed for ill-treatment of both, chocolate, we appreciate to belong to a 'home' at values and supports conscious decision making for the next generations of farmers and foodies, together."

In eigener Sache: Neue Homepage

 

Es ist geschafft: Die neue Webseite passt sich mit ihrem fluidem Design allen Endgeräten und Bildschirmgrößen an und verbindet soziale Medien wie facebook und twitter. Die Homepage gibt den Mitgliedsunternehmen mehr Gesicht und macht die Schwerpunktthemen des Verbandes sichtbar: Nachhaltige Wirtschaftspolitik, Energie und Europa. Neben der mehr als zwanzigjährigen Verbandsgeschichte können interessierte Besucher im Internet die Liste der Mitglieder ebenso aufrufen wie aktuelle Positionspapiere. Neu ist auch, dass wir in Kooperation mit greenjobs.de die Stellenanzeigen unserer Mitglieder veröffentlichen.

Wir danken anlässlich des Relaunchs unserem neuen Mitglied, der Berliner Botschaft, für ihre tatkräftige Unterstützung bei der Erstellung der Homepage und dem unvermeidlichen Endspurt! Künftig finden Sie die wichtigsten Informationen über UnternehmensGrün auch in Englisch – dafür geht ein dickes Dankeschön an Die Freien Friesen. Die klimaneutrale Homepage wird auch künftig gehostet von Sysgrade. Last but not least geht ein großes DANKE an die Kolleginnen in der Geschäftsstelle – liebe Sabine, Juliane, Corinna und Paula – ohne euch wäre der Neustart der Seite nicht so glatt über die Bühne gegangen.